Infrarot-Thermografie

zerstörungsfreie Messtechnik für vielfältige Anwendungen

Mittels Infrarot-Thermografie lassen sich thermische und feuchtetechnische Eigenschaften von Gebäuden schnell und präzise erfassen. So können beispielsweise Bau- und Materialmängel, versteckte Rohrleitungen oder Wärmebrücken sichtbar gemacht werden.

Auch in der Industrie liefert die Technik wertvolle Informationen, z. B. zur Erkennung überhitzter Bauteile oder defekter Lager.

Die Vorteile:

  • kontaktlose Messung, auch über größere Distanzen
  • zerstörungsfrei, ohne Spuren oder Rückstände
  • schnelle und präzise Ergebnisse

Wärmebilder liefern Temperaturdaten, auf die richtige Bewertung kommt es an….

wärmebild - filos gmbh

Infrarot-Thermografie

zerstörungsfreie Messtechnik für vielfältige Anwendungen

Mit Infrarot-Thermografie lassen sich thermische und feuchtetechnische Eigenschaften von Gebäuden schnell und präzise erfassen. So können Bau- und Materialmängel, versteckte Rohrleitungen oder Fachwerkkonstruktionen zuverlässig sichtbar gemacht werden.

Auch in der Industrie liefert die Technik wertvolle Informationen, z. B. zur Erkennung überhitzter Bauteile oder defekter Lager.

Die Vorteile:

  • kontaktlose Messung, auch über größere Distanzen
  • zerstörungsfrei, ohne Spuren oder Rückstände
  • schnelle und präzise Ergebnisse

Wichtig ist die fachgerechte Interpretation: Wärmebilder liefern Temperaturdaten, deren richtige Bewertung Sachverständigen obliegt.

wärmebild - filos gmbh

Anwendungsbeispiele

IR Wiga2

Bestandsprüfung

Die Bestandsprüfung dient der Feststellung des IST-Zustandes an bereits seit längerem bestehenden Gebäuden.

Kühld1

Ausführungskontrolle

Die Ausführungskontrolle dient zur Überprüfung der Ausführungsqualität nach erfolgter Sanierung oder Fertigstellung Ihres Neubaus.

Filos Ingenieurbüro

Leitungsortung

Ermöglicht die zerstörungsfreie, präzise und kosteneffiziente Ortung von Leitungsverläufen und Leckstellen.

Differenzdruckmessung

Thermografie mit BlowerDoor Test

Thermografie und BlowerDoor ergänzen sich ideal zur genauen Ortung von Wärmebrücken und Undichtheiten.

Typische Anwendungsfälle der Infrarotthermografie im Bauwesen sind die Feststellung von:

  • Wärmebrücken
  • Verarbeitungsfehlern
  • fehlerhaft eingebauten oder fehlenden Dämmungen
  • Luftundichtheiten in der Gebäudehülle
  • Rohrleckagen und Durchfeuchtungen
  • Feststellen alter Baukonstruktionen oder Bauelemente wie z.B. Fachwerke
  • Bauwerksdiagnostik von historischen Gebäuden
  • Leitungsverläufen
  • Verlegeflächen von Fußbodenheizungen

 

Wie wird bei der Infrarot-Thermografie gemessen?

Alle Körper mit Temperaturen über dem absoluten Nullpunkt senden elektromagnetische Strahlung aus. Diese Wärmestrahlung wird von der Wärmebildkamera zweidimensional erfasst, rechnerisch bewertet und bildlich dargestellt. Die bildhafte Darstellung heißt „Thermogramm“ oder „Wärmebild“. Die verschiedenen Temperaturen werden dabei mit unterschiedlichen Farben dargestellt, woraus sich eine flächenhafte Darstellung der Temperaturverteilung ergibt. Mit solchen Infrarotsystemen können gezielt thermische Eigenschaften von Objekten untersucht werden.

Ob bei Gebäuden von innen oder außen gemessen wird und auch der Messzeitpunkt ist vom Anwendungsfall abhängig. Grundlegend ist aber in jedem Fall, dass freie Sicht auf das Messobjekt gegeben sein muss, denn die Infrarotkamera kann nicht durch Objekte „hindurchsehen“. Das Erkennen von getauchten U-Booten oder Menschen, die sich in Gebäuden befinden, mittels Infrarotthermografie ist zwar ein beliebter Gag in Actionfilmen, tatsächlich ist das physikalisch aber unmöglich.

Bei bauphysikalischen Aufgaben wird die Messung in der Regel in den frühen Morgenstunden durchgeführt, zumindest ist aber direkte Sonneneinstrahlung auf zu untersuchende Gebäudeteile bei den meisten Anwendung zu vermeiden. Dadurch wird sichergestellt, dass das Gebäude nicht unregelmäßig von der Sonne erwärmt wurde weil dadurch das Erkennen von Dämmfehlern und Beurteilen von Wärmebrücken schwierig bis unmöglich wird.

Wenn es darum geht, verdeckte Konstruktionselemente wie Fachwerke, Dübel, Fugen und Verlegung von Wärmedämmverbundsystemen  zu erkennen, kann Sonneneinstrahlung sogar hilfreich sein, weil diese Elemente erst aufgrund der thermischen Anregung durch die Sonneneinstrahlung sichtbar werden.  Grundsätzlich den Einsatz von Infrarot-Thermografie bei Sonnenschein auszuschließen wäre also falsch.

Abgesehen von den eben erwähnten Fällen hat die Thermografiemessung von Innen aber in fast allen bauphysikalischen Fällen höhere Aussagekraft als von außen. Bei den Themen Wärmebrückenbeurteilung und Schimmelproblematik oder Feststellung und Bewertung von Luftundichtheiten ist eine aussagekräftige Bewertung nur von Innen möglich. Stellen, die von außen nicht erfasst werden können, wie z.B. Kellerdecken, obersten Geschossdecken, ausgebauten Dachräumen, Gebäudeichsen, muss die Messung von innen erfolgen.

Technische Messaufgaben an Fußbodenheizungen, zur Leitungsortung, Funktionskontrolle von Kühldecken etc. sind wetterunabhängig und ganzjährig möglich.

 

Messbedingungen für Thermografie – Was sollte unbedingt beachtet werden

  • Es muss – je nach Aufgabenstellung –  ein entsprechend großer Temperaturunterschied zwischen innen und außen herrschen (grober Anhaltspunkt: mindestens 15 Kelvin)
  • Temperaturveränderungen sollten möglichst gering sein
  • das Messobjekt muss thermisch „eingeschwungen“ sein, der angestebte Temperaturunterschied muss mindestens 24h vor Messdurchführung erreicht sein
  • Außenthermografie-Messung erfolgt idR vor Sonnenaufgang
  • Innenthermografie erfolgt ebenso vor Sonnenaufgang bzw. ohne direkte Sonneneinstrahlung (z.B. wichtig bei Beurteilung von Fensteranschlüssen, Einbaufugen, etc.)
  • Die Windgeschwindigkeit muss < 1 m/s betragen
  • Außenfassaden dürfen nicht durchnässt sein (ausgenommen spezielle Anwendung wie z.B. Beuteilung von Feuchteschäden)

Auswertung und Prüfbericht

Um die Thermogramme richtig bewerten zu können ist eine umfangreiche Analyse dieser Aufnahmen erforderlich. Hierbei spielt vor allem die Erfahrung des Prüfers eine wesentliche Rolle. Nach Aufnahme der Infrarotbilder vor Ort folgt die aufwändigste Arbeit, nämlich Analyse und Auswertung. Messablauf und Ergebnisse werden in einem vollständigen Prüfbericht dargestellt, dieser muss so verfasst und umfangreich sein, dass sämtliche Messergebnisse für Fachleute nachvollziehbar und überprüfbar, und für Laien grundsätzlich verständlich sind. Folgende Mindestangaben enthält daher ein hochwertiger Prüfbericht.

Anforderung an den Prüfbericht (Thermografie)

  • Datum der Untersuchung
  • Objektadresse
  • Angaben zum Prüfer
  • Angaben zum Autraggeber
  • Wetter und Klimabedingungen (Aussen-, Innentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wetterbedingungen der vergangenen Tage)
  • Umgebungsstrahlung, Emissionsgrad, ggf. korrigierte Emissionsgrade bei jedem Thermogramm
  • Farb- und Temperaturskala bei jedem Thermogramm
  • Digitalfotos vom Messobjekt und von der Messumgebung zur Orientierung
  • Pläne und relevante (bautechnische) Angaben zum Messobjekt
  • Beschreibung der Messaufgabe
  • Beschreibung der Messergebnisse und Schlussfolgerungen

Anforderungen an den Prüfer

Das Bedienungspersonal muss über fundierte Kenntnisse und ausreichende Erfahrung auf den Gebieten der Thermodynamik, des Bauwesens, der Gebäudetechnik und der Messtechnik verfügen. Grundkenntnisse sind in der Regel nicht ausreichend. Entsprechend den Richtlinien für Personal der zerstörungsfreien Prüfung dürfen Personen die Messungen und Auswertungen nur ohne Aufsicht durchführen, wenn sie nach DIN 54162 / DIN EN 9712, Stufe 2 oder Stufe 3 zertifiziert sind.

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